Credo
Im Maurachbund, einem der ältesten Gasthäuser von Bregenz, wird "sehrgutbürgerlich" aufgetischt. Feines aus Wald und Wiesen, Feld und See, regional, saisonal und pfiffig interpretiert wird frisch gekocht, ohne Geschmacksverstärker, ehrlich und pur. Dazu werden ausgewählte Weine und heimische Biere kredenzt, ein täglich wechselndes, wertvolles Mittagsmenü rundet das stimmige Angebot ab.
In den heimeligen Stuben herrscht entspannte Atmosphäre, die Terrasse ist eine lauschige Ruheoase im Trubel der Stadt.
Egal, ob Sie auf einen schnellen Kaffee und ein Dessert vorbeikommen, mit Freunden am Stammtisch jassen oder gediegen ein tolles Menü genießen möchten - Sie sind immer herzlich willkommen!
Geschichte
Das »Maurach« war im 13. Jahrhundert das erste Bregenzer Viertel, das außerhalb der Mauern der Oberstadt besiedelt wurde.
In Alt-Bregenz fühlten sich die Maurachgäßler als eigene Gemeinde mit Fahne und Musikkapelle. Und folgerichtig wählten sie einen Bürgermeister und zwei Stadträte, im Maurach gab es Senatoren, einen Notar, einen Münzdirektor, einen Finanzinspektor und einen Hofbuchdrucker. Eine Gemeinde in der Gemeinde: Das Maurach hatte sich selbst als Gemeinde autorisiert, die sich mit weisem Augenmaß auf ihre eigenen Angelegenheiten beschränkte und vor allem während der Fastnacht ihre Wirkung entfaltete – in etwa von 1870 bis 1905.
Aus dieser Tradition heraus gründet sich der Stolz der Maurachgässler, die mit dem »Maurachbund« auch eine der ältesten Bregenzer Gastwirtschaften in ihrem Viertel haben.
Der Maurachbund diente den Alt-Bregenzern auch als Rathaus, wo die Wahlen stattfanden, nach einem Voressen, einem Vortrinken und einer Vorbesprechung. Die Wahlen verliefen traditionell friedlich, getreu dem Wahlspruch:
»Nur der Freundschaft, nicht dem Hasse, ruft der Bürger in der Maurachgasse!«
Die Maurachgäßler hielten viel auf ihre eigenen Wirtschaften, auf die Ilge, die Krone und den Maurachbund. Jedes Jahr veranstalteten die Maurachgäßler ihren eigenen Ball in der Krone. »Fast alle Völker pflegen wichtige Ereignisse durch Feste zu feiern«, stand 1870 in der Landeszeitung, »die Mauracher wollen daher nicht unterlassen, die Einführung des ›neuen Lichts‹ (Gasbeleuchtung) in ihrem vorhistorischen Gerichtssprengel ebenfalls zu begehen.« Gesagt, getan: Am 14. Februar stieg der Festball bei Johann Feßler in der Krone.